Vermietung eines VW T5 California der Geschäftsplan

Nachdem ich dir unser neues Wohnmobil „Le Bulli 2“ schon kurz vorgestellt habe (hier zur Vorstellung), möchten ich dir in diesem Beitrag einmal aufzeigen, wie ich über die Vermietung unseres Campers die Urlaube der nächsten Jahre finanzieren möchte und dabei einen kleinen Gewinn erzielen werde.

Kurz zu Beginn: Der T5 ist nicht das erste Wohnmobil, dass ich vermiete. Bisher war die Erfahrung durch Le Bulli geprägt (meinen 32 Jahre alten VW T3).
Mein Fazit ist bisher sehr positiv und sobald ich ihn verkauft habe, werde ich auch eine Abschlussbilanz erstellen.

Jetzt aber zur aktuellen Situation und der Kalkulation der Vermietung. Das Thema wird in diesem Beitrag mit den wichtigsten Schlüsselfragen rund um die Wohnmobilvermietung aufgerollt.
Wichtig ist hierbei, dass ich nur meine persönliche Situation und Erwartung schildere. Natürlich können deine Ergebnisse individuell ganz anders aussehen.

Kalkulation meiner privaten Wohnmobil Vermietung. Beispiel VW T5 California („Le Bulli 2“).

Der Fahrzeugkauf

Die Anschaffungskosten des T5 California waren 36.000€. Dafür bekam ich einen 6 Jahre alten Bulli mit 75.500km auf dem Tacho und hervorragend gepflegter Ausstattung. Zusätzlich noch ein großes Vorzelt, eine Markise, Winterreifen, einen Campingschrank etc. Der Wagen hat einen sparsamen Dieselmotor, der in vielen Fällen bereits ohne Probleme 250.000km geschafft hat. Somit stehen uns bei einer Laufleistung von ca 15.000km im Jahr knapp 12 tolle Jahre bevor. Mit guter Pflege hoffentlich noch ein paar mehr.

Was kann ich mit der Wohnmobil Vermietung verdienen?

Für Le Bulli 2 sind ca. 7.855€ Mieteinnahmen geplant. Ich werde das Wohnmobil zunächst direkt über Paul Camper vermieten, um die Selbstfahrvermietversicherung zu sparen. Ergänzend werde ich Campanda ausprobieren, um die Auslastung zu erhöhen (hier fehlen aber noch erste Erfahrungen). Die Einnahmen sind kalkuliert mit 45 Tagen zu 99€ in der Hauptsaison Juli / August und 40 Tagen zu 85€ in der Nebensaison April / Mai / Juni und September / Oktober. Vermutlich werden es ein paar Tage weniger, aber andere Vermieter schaffen in dieser Zeit sogar 100 Tage Auslastung, somit lassen wir uns überraschen.

Update: Bis zum Schluss lesen, dort findest du den aktuellen Stand.

Was kostet die Versicherung, wenn man ein Wohnmobil vermietet?

Wichtig vorab! Vermiete oder verleih dein Wohnmobil nie ohne passende Versicherung gegen Geld an andere. Wenn die Versicherung davon etwas erfährt, bleibst du auf dem gesamten Material- und ggf Personenschaden sitzen. Das sind schnell mehrere hunderttausend Euro. Selbst wenn die Versicherung den Schaden abrechnet, hast du am Ende mit der mietenden Person einen Konflikt um den Selbstbehalt und ggf. hunderte Euro pro Jahr, die du hochgestuft wirst. Es gibt zwei Varianten mit denen du es klüger machst.

Versicherung über Vermietplattform:

Um die Vermietung zunächst zu testen und den Aufwand so gering wie möglich zu halten, habe zunächst ich das Allianz Modell von Paul Camper gewählt. Die anderen Anbieter haben ähnliche Modelle (Campanda, Yescapa usw.) Paul Camper ist einfach nur der Marktführer.
Der Vorteil dabei: Es entstehen dir nur Kosten, wenn das Wohnmobil auch wirklich vermietet ist. Bei geringerer Auslastung sinkt die Kostenbelastung, bei höherer steigt sie. So habe ich keinen Druck jede Miete anzunehmen.

Vorteil der Versicherung über die Vermietplattform:
Vor allem, wenn du die Vermietung erstmal testen möchtest, oder nur die Nebenkosten deines Fahrzeugs senken willst ist das perfekt.

Nachteil der Versicherung über die Vermietplattform:
Jede Vermietung auch an Freunde muss über die Plattform laufen. Ansonsten hast du keinen Deckungsschutz. Außerdem sind die Kosten bei vielen Mietnächten ziemlich hoch.

Die Versicherung von Le Bulli 2 kostet in der Hauptsaison bei 18,26€ pro Nacht und in der Nebensaison bei 16,32€ pro Nacht. In meiner Kalkulation mit 7.855€ Umsatz, kostet mich die Womo-Versicherung dann 1.474€. Dafür belasten etwaige Schäden nicht meine private Versicherung. Es handelt sich zudem um eine Vollkaskoversicherung mit Interieurschutz, so dass alle Eventualitäten abgedeckt sind.

Selbstfahrervermietversicherung:

Ich selbst musste unterjährig auf eine Selbstfahrervermietversicherung wechseln. Weil man nicht mehr über die Allianz versichert ist, sobald die Vermietung als gewerblich deklariert wurde. Erste Angebote lagen zwischen 1.500€ und 2.500€. Jetzt habe ich aber einen Tarif für 900€ p.a. gefunden und brauche damit meine private 660€ Vollkasko nicht mehr.

Vorteil: Du kannst auch direkt Mietgeschäfte ohne Paul Camper abwickeln und erhöhst deine Einnahmen. So sparst du dir die 15% Provisionen der Vermittlungsseiten. Freunde können zum Friends and Family Tarif fahren.

Nachteil: Im KFZ-Brief und Schein wird eingetragen, dass es sich um ein Mietfahrzeug handelt. Das senkt den Wiederverkaufspreis. Außerdem ist die Police teurer, als die private KFZ-Versicherung, das lohnt sich bei wenig Mietnächten nicht.

Profi-Tipp für eine günstige Selbstfahrervermietversicherung: Nimm über das Formular Kontakt zu Olaf und Martin von Camperbuddy auf. Dort habe ich Le Bulli 2 unschlagbar günstig über den Flottenvertrag versichern können und anstatt der 1.500€ zahle ich jetzt nur 900€ und einmalig 300€ für die Vermittlung der EVB. Einfach das Kontaktformular ausfüllen und unverbindlich die Konditionen für eine Selbstfahrervermietversicherung anfragen. Bitte gib beim Ausfüllen womo-sharing.de oder Jens LeBulli unter „ich wurde geworben von“ an und bestell Olaf schöne Grüße.

Günstige Selbstfahrervermietversicherung?
Hier kostenloses Angebot einholen bei Camperbuddy.

Wie finde ich Mieter für mein Wohnmobil?

Ich hatte überlegt u.a. über diese Homepage Mieter zu finden. Jedoch ist es schwierig die Homepage richtig zu gestalten und daraus vernünftige Mietanfragen zu generieren. Um die geplante Auslastung zu erreichen müsste ich viel Zeit in Werbung und das richtige Online- und Direktmarketing investieren.

Ich zahle den Vermittlungsplattformen lieber eine Provision. In meinem Plan beträgt die Vermittlungsprovision 1.178€. Das ist die Provision, die Paul Camper oder Campanda für das Betreiben der Website und die Vermittlung der Mieter an die Vermieter bekommt. Grundsätzlich fühlt sich der Betrag erstmal hoch an. Da jedoch eine Menge Marketing betrieben wird, um die Mieter zu erreichen und somit eine hohe Auslastung zu erzielen, ist dieser Betrag wohl ganz angemessen. Mit einem privaten Camper und einer eigenen Homepage würde ich ansonsten niemals diese Reichweite bekommen und mein Camper wäre nicht 60 bis 110 Tage pro Jahr unterwegs.

Melde dich einfach neu als Vermieter bei Paul Camper über diesen Freunde werben Freunde Link an, du bekommst 100€ Bonus für die erste erfolgreiche Vermietung und ich ebenfalls.

Update: Durch die Selbstfahrervermietversicherung habe ich jetzt die Möglichkeit auch Direktgeschäft zu generieren. Mittlerweile kommen nur noch ca. 70% meiner Auslastung über Paul Camper und der Rest kommt über direkte Mietanfragen.

Kleines erstes Zwischenfazit zum Geschäftsplan:

  • Einnahmen 7.855€
  • Ausgabe für Mieterversicherung 1.474€
  • Ausgabe für Vermittlungsprovisionen 1.178€
  • Ergebnis: 5.203€

Ich plane also, dass mir ca 5.203€ für die Vermietung meines Wohnmobils zufließen. Da kommen allerdings noch einige Kosten drauf.

Muss ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich ein Wohnmobil vermiete?

In meinem Fall hat das Finanzamt diese Frage mit „ja“ beantwortet. Allerdings empfinde ich das bisher nicht als Nachteil. Das Nebengewerbe in diesem kleinen Rahmen bringt sogar einige Vorteile. Du solltest aber darauf achten, dass du bei den Einnahmen unter 22.000€ p.a. bleibst.

Wenn du dein Wohnmobil nur 2-3 Mal pro Jahr vermietest und du damit nur deine Nebenkosten wie Versicherung und Steuern deckst, dann wird von dir vermutlich nicht gefordert werden ein Gewerbe anzumelden. Das Finanzamt wird deine Vermietung wahrscheinlich als Liebhaberei definieren und somit sind die Einnahmen dann nicht steuerpflichtig. In diesem Modell kannst du dann am besten einfach über Paul Camper vermieten und brauchst dich um nichts weiter kümmern.

Update: Da das Finanzamt in meinem Fall von einer Gewinnerzielungsabsicht ausgeht und damit nicht falsch liegt, ist die Bullivermietung bei mir mittlerweile ein Gewerbe.

Achtung! Sobald deine Bullivermietung ein Gewerbe ist, kannst du keine Zusatzversicherung einer der Plattformen mehr nutzen und bist verpflichtet in die Selbstfahrvermietversicherung zu gehen. Außerdem kann es in Fällen mit zu hohen Einnahmen dazu kommen, dass du Umsatzsteuer abführen musst!

Kann ich mein Wohnmobil abschreiben?

Dadurch, dass das Wohnmobil bei mir gewerblich genutzt wird, kann ich den Kaufpreis über die Dauer von maximal 8 Jahren abschreiben. Das habe ich bei meinem alten Le Bulli bereits gemacht. In dem Fall hat das Finanzamt einen Abschreibungszeitraum von 3 Jahren akzeptiert.

Le Bulli 2 wird aufgrund des fortgeschrittenen Alters über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Das bedeutet, dass der Buchwert jedes Jahr um 7.200€ verringert wird. Für das Finanzamt kann es trotz der hohen Abschreibung und der dadurch entstehenden Verluste interessant sein, hier nicht auf Liebhaberei zu entscheiden, sondern das Gewerbe weiterhin anzuerkennen.

Grund dafür ist: Sollte ich das Wohnmobil wieder verkaufen, so ist der Verkaufserlös eine Einnahme im Rahmen des Gewerbes und somit auch steuerpflichtig. Wie wir alle wissen kommt bei einem T5 California ja auch in höherem Alter ein ordentlicher Verkaufspreis zustande.

Muss ich Steuern zahlen, wenn ich mein Wohnmobil vermiete?

Jetzt gibt es eine sehr zwiegespaltene Antwort auf das Thema: Das kommt ganz drauf an und auch das solltest du mit deinem Steuerberater besprechen. Die gute Nachricht, wenn du das Thema nebenbei mit einem einzigen Wohnmobil betreibst fällt Gewerbesteuer typischerweise nicht an, da diese erst ab Gewinnen von 24.500€ greift. Umsatzsteuer fällt typischerweise ebenfalls nicht an, hier beginnt die Berechnung ab 22.000€ pro Jahr.

Grundsätzlich sind die Überschüsse aus der Vermietung aber Einkünfte, die versteuert werden müssen, also fällt dabei Einkommenssteuer an und damit greift dein persönlicher Steuersatz. In guten Fällen liegst du wohl irgendwo bei 20%, bei mir sind es „leider“ 42%. Die Einkommenssteuer wird aber nur auf deine Einkünfte abzüglich deiner Aufwendungen berechnet.

Abzugsfähige Aufwendungen können sein: Versicherung für die Vermietung, Vermittlungsprovisionen, private Versicherung für den Camper, KFZ Steuer, Abschreibung, Sonderausgaben für Campingausstattung usw.
Achtung! Diese abzugsfähigen Aufwendungen greifen natürlich nur in dem Umfang, in dem dein Camper auch gewerblich genutzt wurde. Ich erfasse dies, in dem ich den km Stand am 01.01. notiere, unterjährig die Kilometerleistung der Mieter erfasse und den km Stand am 31.12. notiere. So weiß ich, wie weit die Mieter gefahren sind und wie weit ich gefahren bin und kann somit klar abgrenzen. In 2019 sind beispielsweise 34,81% auf private Nutzung entfallen. Mit dieser Variante kann ich in dem Jahr 65,19% der entstandenen Kosten gegen meine Einnahmen rechnen und zahle somit kaum Steuern auf die Mieteinnahmen.

Wie hoch ist der Wertverlust?

Um den Wertverlust zu ermitteln, habe ich mir einfach angeschaut, was verschiedene T5 California mit unterschiedlichem Alter und Kilometerständen aktuell in Inseraten bei mobile.de kosten. Wenn wir von einer Laufleistung von 10-15 tkm p.a. ausgehen komme ich nach 3 Jahren also auf ca. 120.000km bei einem Alter von 10 Jahren. Der Preis für diese Fahrzeuge liegt in den meisten Fällen bei Minimum 31.000€. Somit habe ich die Hoffnung, dass für den Wertverlust ca. 1.500€ p.a. passen.

Fazit und Endabrechnung: (unbedingt noch bis zum Ende lesen)

Le Bulli 2 mit Vermietung

  • – 666€ private Versicherung
  • – 210€ KFZ Steuer
  • ca – 700€ Instandhaltung
  • ca – 1.500€ Wertverlust
  • – 1.474€ Mieterversicherung
  • – 1.178€ Vermittlungsprovisionen
  • + 7.855€ Einnahmen aus Vermietung

Ergebnis: + 2.127€

Le Bulli 2 ohne Vermietung

  • – 666€ private Versicherung
  • – 210€ KFZ Steuer
  • ca – 350€ Instandhaltung
  • ca – 1.000€ Wertverlust

Ergebnis: – 2.226€

Das sieht auf den ersten Blick schon mal ganz gut aus. Schließlich deckt die Vermietung die kompletten Kosten, die durch den Besitz des California entstehen und erzielt dabei noch einen Gewinn von 2.127€. Für das Finanzamt wäre der Gewinn bei 30% Eigennutzung übrigens wegen der Abschreibung ca. -1.770€ und somit würde ich zusätzlich auch noch einen Teil meiner Einkommenssteuer erstattet bekommen.

Das allerdings auch nur für 5 Jahre, danach wäre auf die Überschüsse einiges an Einkommenssteuer pro Jahr fällig (wegen meines hohen Steuersatzes). Außerdem wird der Verkauf ebenfalls steuerpflichtig. Du darfst aber nicht das Wichtigste aus den Augen verlieren: Ich kann bis dahin weiterhin komplett gratis Bulli fahren.



Aktueller Stand des Geschäftsplans Ende 2020:

Mittlerweile hat sich folgendes entwickelt.

  • Durch die Gewerbeanmeldung musste ich seine Selbstfahrvermietversicherung abschließen
  • Die Vermietung nach Corona lief viel besser als erwartet
  • Der Bulli war u.a. schon in Frankreich, Norwegen und Schottland
  • Bisher gab es nur einen kleinen Schaden am Zeltdach
Stand der Geschäftsplans per 28.10.2020 (Saisonende)
11 abgeschlossene Mieten 108,5 Nächte9.662,00€ bzw. 7.615,54€ nach Abzügen von Paul Camper

Ich bin sehr zufrieden damit, wie 2020 ab Mai gelaufen ist. Die 7.615,54€, die hier nach Abzügen von Paul Camper übrig bleiben, beinhalten aber noch nicht alle Kosten. Am Ende des Tages liege ich derzeit bei einem persönlichen Überschuss von ca. 4.543€. Dem gegenüber stehen bisher wohl ca. 50-60 Stunden Arbeit, die die Profilerstellung, Administration, Kommunikation mit Mietern und Fahrzeugübergaben beinhalten. Nicht abgezogen sind in dieser Übersicht Wertverlust und Kosten für die Finanzierung des Kaufpreises.

Eine kleine Anmerkung in eigener Sache:

Es freut mich, wenn ich euch mit meinem Beitrag zum Geschäftsplan oder einer Rückmeldung auf eure Emails weitergeholfen habe. Es stecken mittlerweile ziemlich viele Stunden Arbeit und Recherche in diesem Beitrag.

Einige von euch werden sich auf dieser Basis ein kleines Geschäft aufbauen, eine günstige Selbstfahrvermietversicherung finden, das Wohnmobil refinanzieren oder sich bewusst gegen die Idee der Vermietung entscheiden.

Falls ich euch also geholfen habe aus eurem Wohnmobil Einkommen zu generieren oder Geld zu sparen, dann könnt ihr mir gern über diesen Link ein kleines Dankeschön in Form einer Paypalspende zukommen lassen.
So hat sich die Arbeit gelohnt und es macht mir noch mehr Spaß am Ball zu bleiben und neue Updates zu recherchieren.

Link zur „Spende“ über Paypal:
Hier klicken

Ein kleines Geschenk zum Schluss:

Melde dich einfach neu als Vermieter bei Paul Camper über diesen Freunde werben Freunde Link an, du bekommst 100€ Bonus für die erste erfolgreiche Vermietung und ich ebenfalls.

Damit wird sich das ausprobieren auf jeden Fall lohnen.

Die Kalkulation der Wohnmobilvermietung geht auf. Unser Camper Le Bulli trägt sich von allein.
So einen schicken Bulli hätten wir vermutlich nicht, wenn wir ihn nicht über die Vermietung finanzieren würden.

Ich hoffe das Lesen hat dir Spaß gemacht und vielleicht konnte ich dir ja einige Fragen beantworten, nach deren Antwort ich am Anfang selbst sehr intensiv gesucht habe.

Links:

Dein Wohnmobil jetzt einfach vermieten:
Über diesen Link bekommst du von Paul Camper zur ersten Vermietung 100€ Bonus

Selbstfahrervermietversicherung über Camperbuddy:
Über diesen Link eine unverbindliche Anfrage stellen. womo-sharing.de oder Jens LeBulli als Referenz.

Le Bulli 2 und diesen Geschäftsplan durch einen Urlaub im gemieteten Camper unterstützen:
Link zu Le Bulli 2 auf Paul Camper.

Ein bisschen stöbern, wie die Vermietung des alten Le Bulli so geklappt hat oder wie der letzte Trip in die Toscana war:
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Kontakt:

Möchtest du dich gern mit mir austauschen oder meine komplette Excelkalkulation für dich nutzen? Dann nimm einfach das Formular um mir zu schreiben.


    Falls du Fragen oder Anmerkungen zu den Inhalten dieses Beitrags hast.
    Schreib mir gern einen Kommentar unter den Beitrag oder eine Email an jens[@]womo-sharing.[de]

    Jens

    Nachdem ich dir unser neues Wohnmobil „Le Bulli 2“ schon kurz vorgestellt habe (hier zur Vorstellung), möchten ich dir in diesem Beitrag einmal aufzeigen, wie ich über die Vermietung unseres Campers die Urlaube der nächsten Jahre finanzieren möchte und dabei einen kleinen Gewinn erzielen werde.

    Kurz zu Beginn: Der T5 ist nicht das erste Wohnmobil, dass ich vermiete. Bisher war die Erfahrung durch Le Bulli geprägt (meinen 32 Jahre alten VW T3).
    Mein Fazit ist bisher sehr positiv und sobald ich ihn verkauft habe, werde ich auch eine Abschlussbilanz erstellen.

    Jetzt aber zur aktuellen Situation und der Kalkulation der Vermietung. Das Thema wird in diesem Beitrag mit den wichtigsten Schlüsselfragen rund um die Wohnmobilvermietung aufgerollt.
    Wichtig ist hierbei, dass ich nur meine persönliche Situation und Erwartung schildere. Natürlich können deine Ergebnisse individuell ganz anders aussehen.

    Kalkulation meiner privaten Wohnmobil Vermietung. Beispiel VW T5 California („Le Bulli 2“).

    Der Fahrzeugkauf

    Die Anschaffungskosten des T5 California waren 36.000€. Dafür bekam ich einen 6 Jahre alten Bulli mit 75.500km auf dem Tacho und hervorragend gepflegter Ausstattung. Zusätzlich noch ein großes Vorzelt, eine Markise, Winterreifen, einen Campingschrank etc. Der Wagen hat einen sparsamen Dieselmotor, der in vielen Fällen bereits ohne Probleme 250.000km geschafft hat. Somit stehen uns bei einer Laufleistung von ca 15.000km im Jahr knapp 12 tolle Jahre bevor. Mit guter Pflege hoffentlich noch ein paar mehr.

    Was kann ich mit der Wohnmobil Vermietung verdienen?

    Für Le Bulli 2 sind ca. 7.855€ Mieteinnahmen geplant. Ich werde das Wohnmobil zunächst direkt über Paul Camper vermieten, um die Selbstfahrvermietversicherung zu sparen. Ergänzend werde ich Campanda ausprobieren, um die Auslastung zu erhöhen (hier fehlen aber noch erste Erfahrungen). Die Einnahmen sind kalkuliert mit 45 Tagen zu 99€ in der Hauptsaison Juli / August und 40 Tagen zu 85€ in der Nebensaison April / Mai / Juni und September / Oktober. Vermutlich werden es ein paar Tage weniger, aber andere Vermieter schaffen in dieser Zeit sogar 100 Tage Auslastung, somit lassen wir uns überraschen.

    Update: Bis zum Schluss lesen, dort findest du den aktuellen Stand.

    Was kostet die Versicherung, wenn man ein Wohnmobil vermietet?

    Wichtig vorab! Vermiete oder verleih dein Wohnmobil nie ohne passende Versicherung gegen Geld an andere. Wenn die Versicherung davon etwas erfährt, bleibst du auf dem gesamten Material- und ggf Personenschaden sitzen. Das sind schnell mehrere hunderttausend Euro. Selbst wenn die Versicherung den Schaden abrechnet, hast du am Ende mit der mietenden Person einen Konflikt um den Selbstbehalt und ggf. hunderte Euro pro Jahr, die du hochgestuft wirst. Es gibt zwei Varianten mit denen du es klüger machst.

    Versicherung über Vermietplattform:

    Um die Vermietung zunächst zu testen und den Aufwand so gering wie möglich zu halten, habe zunächst ich das Allianz Modell von Paul Camper gewählt. Die anderen Anbieter haben ähnliche Modelle (Campanda, Yescapa usw.) Paul Camper ist einfach nur der Marktführer.
    Der Vorteil dabei: Es entstehen dir nur Kosten, wenn das Wohnmobil auch wirklich vermietet ist. Bei geringerer Auslastung sinkt die Kostenbelastung, bei höherer steigt sie. So habe ich keinen Druck jede Miete anzunehmen.

    Vorteil der Versicherung über die Vermietplattform:
    Vor allem, wenn du die Vermietung erstmal testen möchtest, oder nur die Nebenkosten deines Fahrzeugs senken willst ist das perfekt.

    Nachteil der Versicherung über die Vermietplattform:
    Jede Vermietung auch an Freunde muss über die Plattform laufen. Ansonsten hast du keinen Deckungsschutz. Außerdem sind die Kosten bei vielen Mietnächten ziemlich hoch.

    Die Versicherung von Le Bulli 2 kostet in der Hauptsaison bei 18,26€ pro Nacht und in der Nebensaison bei 16,32€ pro Nacht. In meiner Kalkulation mit 7.855€ Umsatz, kostet mich die Womo-Versicherung dann 1.474€. Dafür belasten etwaige Schäden nicht meine private Versicherung. Es handelt sich zudem um eine Vollkaskoversicherung mit Interieurschutz, so dass alle Eventualitäten abgedeckt sind.

    Selbstfahrervermietversicherung:

    Ich selbst musste unterjährig auf eine Selbstfahrervermietversicherung wechseln. Weil man nicht mehr über die Allianz versichert ist, sobald die Vermietung als gewerblich deklariert wurde. Erste Angebote lagen zwischen 1.500€ und 2.500€. Jetzt habe ich aber einen Tarif für 900€ p.a. gefunden und brauche damit meine private 660€ Vollkasko nicht mehr.

    Vorteil: Du kannst auch direkt Mietgeschäfte ohne Paul Camper abwickeln und erhöhst deine Einnahmen. So sparst du dir die 15% Provisionen der Vermittlungsseiten. Freunde können zum Friends and Family Tarif fahren.

    Nachteil: Im KFZ-Brief und Schein wird eingetragen, dass es sich um ein Mietfahrzeug handelt. Das senkt den Wiederverkaufspreis. Außerdem ist die Police teurer, als die private KFZ-Versicherung, das lohnt sich bei wenig Mietnächten nicht.

    Profi-Tipp für eine günstige Selbstfahrervermietversicherung: Nimm über das Formular Kontakt zu Olaf und Martin von Camperbuddy auf. Dort habe ich Le Bulli 2 unschlagbar günstig über den Flottenvertrag versichern können und anstatt der 1.500€ zahle ich jetzt nur 900€ und einmalig 300€ für die Vermittlung der EVB. Einfach das Kontaktformular ausfüllen und unverbindlich die Konditionen für eine Selbstfahrervermietversicherung anfragen. Bitte gib beim Ausfüllen womo-sharing.de oder Jens LeBulli unter „ich wurde geworben von“ an und bestell Olaf schöne Grüße.

    Günstige Selbstfahrervermietversicherung?
    Hier kostenloses Angebot einholen bei Camperbuddy.

    Wie finde ich Mieter für mein Wohnmobil?

    Ich hatte überlegt u.a. über diese Homepage Mieter zu finden. Jedoch ist es schwierig die Homepage richtig zu gestalten und daraus vernünftige Mietanfragen zu generieren. Um die geplante Auslastung zu erreichen müsste ich viel Zeit in Werbung und das richtige Online- und Direktmarketing investieren.

    Ich zahle den Vermittlungsplattformen lieber eine Provision. In meinem Plan beträgt die Vermittlungsprovision 1.178€. Das ist die Provision, die Paul Camper oder Campanda für das Betreiben der Website und die Vermittlung der Mieter an die Vermieter bekommt. Grundsätzlich fühlt sich der Betrag erstmal hoch an. Da jedoch eine Menge Marketing betrieben wird, um die Mieter zu erreichen und somit eine hohe Auslastung zu erzielen, ist dieser Betrag wohl ganz angemessen. Mit einem privaten Camper und einer eigenen Homepage würde ich ansonsten niemals diese Reichweite bekommen und mein Camper wäre nicht 60 bis 110 Tage pro Jahr unterwegs.

    Melde dich einfach neu als Vermieter bei Paul Camper über diesen Freunde werben Freunde Link an, du bekommst 100€ Bonus für die erste erfolgreiche Vermietung und ich ebenfalls.

    Update: Durch die Selbstfahrervermietversicherung habe ich jetzt die Möglichkeit auch Direktgeschäft zu generieren. Mittlerweile kommen nur noch ca. 70% meiner Auslastung über Paul Camper und der Rest kommt über direkte Mietanfragen.

    Kleines erstes Zwischenfazit zum Geschäftsplan:

    • Einnahmen 7.855€
    • Ausgabe für Mieterversicherung 1.474€
    • Ausgabe für Vermittlungsprovisionen 1.178€
    • Ergebnis: 5.203€

    Ich plane also, dass mir ca 5.203€ für die Vermietung meines Wohnmobils zufließen. Da kommen allerdings noch einige Kosten drauf.

    Muss ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich ein Wohnmobil vermiete?

    In meinem Fall hat das Finanzamt diese Frage mit „ja“ beantwortet. Allerdings empfinde ich das bisher nicht als Nachteil. Das Nebengewerbe in diesem kleinen Rahmen bringt sogar einige Vorteile. Du solltest aber darauf achten, dass du bei den Einnahmen unter 22.000€ p.a. bleibst.

    Wenn du dein Wohnmobil nur 2-3 Mal pro Jahr vermietest und du damit nur deine Nebenkosten wie Versicherung und Steuern deckst, dann wird von dir vermutlich nicht gefordert werden ein Gewerbe anzumelden. Das Finanzamt wird deine Vermietung wahrscheinlich als Liebhaberei definieren und somit sind die Einnahmen dann nicht steuerpflichtig. In diesem Modell kannst du dann am besten einfach über Paul Camper vermieten und brauchst dich um nichts weiter kümmern.

    Update: Da das Finanzamt in meinem Fall von einer Gewinnerzielungsabsicht ausgeht und damit nicht falsch liegt, ist die Bullivermietung bei mir mittlerweile ein Gewerbe.

    Achtung! Sobald deine Bullivermietung ein Gewerbe ist, kannst du keine Zusatzversicherung einer der Plattformen mehr nutzen und bist verpflichtet in die Selbstfahrvermietversicherung zu gehen. Außerdem kann es in Fällen mit zu hohen Einnahmen dazu kommen, dass du Umsatzsteuer abführen musst!

    Kann ich mein Wohnmobil abschreiben?

    Dadurch, dass das Wohnmobil bei mir gewerblich genutzt wird, kann ich den Kaufpreis über die Dauer von maximal 8 Jahren abschreiben. Das habe ich bei meinem alten Le Bulli bereits gemacht. In dem Fall hat das Finanzamt einen Abschreibungszeitraum von 3 Jahren akzeptiert.

    Le Bulli 2 wird aufgrund des fortgeschrittenen Alters über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Das bedeutet, dass der Buchwert jedes Jahr um 7.200€ verringert wird. Für das Finanzamt kann es trotz der hohen Abschreibung und der dadurch entstehenden Verluste interessant sein, hier nicht auf Liebhaberei zu entscheiden, sondern das Gewerbe weiterhin anzuerkennen.

    Grund dafür ist: Sollte ich das Wohnmobil wieder verkaufen, so ist der Verkaufserlös eine Einnahme im Rahmen des Gewerbes und somit auch steuerpflichtig. Wie wir alle wissen kommt bei einem T5 California ja auch in höherem Alter ein ordentlicher Verkaufspreis zustande.

    Muss ich Steuern zahlen, wenn ich mein Wohnmobil vermiete?

    Jetzt gibt es eine sehr zwiegespaltene Antwort auf das Thema: Das kommt ganz drauf an und auch das solltest du mit deinem Steuerberater besprechen. Die gute Nachricht, wenn du das Thema nebenbei mit einem einzigen Wohnmobil betreibst fällt Gewerbesteuer typischerweise nicht an, da diese erst ab Gewinnen von 24.500€ greift. Umsatzsteuer fällt typischerweise ebenfalls nicht an, hier beginnt die Berechnung ab 22.000€ pro Jahr.

    Grundsätzlich sind die Überschüsse aus der Vermietung aber Einkünfte, die versteuert werden müssen, also fällt dabei Einkommenssteuer an und damit greift dein persönlicher Steuersatz. In guten Fällen liegst du wohl irgendwo bei 20%, bei mir sind es „leider“ 42%. Die Einkommenssteuer wird aber nur auf deine Einkünfte abzüglich deiner Aufwendungen berechnet.

    Abzugsfähige Aufwendungen können sein: Versicherung für die Vermietung, Vermittlungsprovisionen, private Versicherung für den Camper, KFZ Steuer, Abschreibung, Sonderausgaben für Campingausstattung usw.
    Achtung! Diese abzugsfähigen Aufwendungen greifen natürlich nur in dem Umfang, in dem dein Camper auch gewerblich genutzt wurde. Ich erfasse dies, in dem ich den km Stand am 01.01. notiere, unterjährig die Kilometerleistung der Mieter erfasse und den km Stand am 31.12. notiere. So weiß ich, wie weit die Mieter gefahren sind und wie weit ich gefahren bin und kann somit klar abgrenzen. In 2019 sind beispielsweise 34,81% auf private Nutzung entfallen. Mit dieser Variante kann ich in dem Jahr 65,19% der entstandenen Kosten gegen meine Einnahmen rechnen und zahle somit kaum Steuern auf die Mieteinnahmen.

    Wie hoch ist der Wertverlust?

    Um den Wertverlust zu ermitteln, habe ich mir einfach angeschaut, was verschiedene T5 California mit unterschiedlichem Alter und Kilometerständen aktuell in Inseraten bei mobile.de kosten. Wenn wir von einer Laufleistung von 10-15 tkm p.a. ausgehen komme ich nach 3 Jahren also auf ca. 120.000km bei einem Alter von 10 Jahren. Der Preis für diese Fahrzeuge liegt in den meisten Fällen bei Minimum 31.000€. Somit habe ich die Hoffnung, dass für den Wertverlust ca. 1.500€ p.a. passen.

    Fazit und Endabrechnung: (unbedingt noch bis zum Ende lesen)

    Le Bulli 2 mit Vermietung

    • – 666€ private Versicherung
    • – 210€ KFZ Steuer
    • ca – 700€ Instandhaltung
    • ca – 1.500€ Wertverlust
    • – 1.474€ Mieterversicherung
    • – 1.178€ Vermittlungsprovisionen
    • + 7.855€ Einnahmen aus Vermietung

    Ergebnis: + 2.127€

    Le Bulli 2 ohne Vermietung

    • – 666€ private Versicherung
    • – 210€ KFZ Steuer
    • ca – 350€ Instandhaltung
    • ca – 1.000€ Wertverlust

    Ergebnis: – 2.226€

    Das sieht auf den ersten Blick schon mal ganz gut aus. Schließlich deckt die Vermietung die kompletten Kosten, die durch den Besitz des California entstehen und erzielt dabei noch einen Gewinn von 2.127€. Für das Finanzamt wäre der Gewinn bei 30% Eigennutzung übrigens wegen der Abschreibung ca. -1.770€ und somit würde ich zusätzlich auch noch einen Teil meiner Einkommenssteuer erstattet bekommen.

    Das allerdings auch nur für 5 Jahre, danach wäre auf die Überschüsse einiges an Einkommenssteuer pro Jahr fällig (wegen meines hohen Steuersatzes). Außerdem wird der Verkauf ebenfalls steuerpflichtig. Du darfst aber nicht das Wichtigste aus den Augen verlieren: Ich kann bis dahin weiterhin komplett gratis Bulli fahren.



    Aktueller Stand des Geschäftsplans Ende 2020:

    Mittlerweile hat sich folgendes entwickelt.

    • Durch die Gewerbeanmeldung musste ich seine Selbstfahrvermietversicherung abschließen
    • Die Vermietung nach Corona lief viel besser als erwartet
    • Der Bulli war u.a. schon in Frankreich, Norwegen und Schottland
    • Bisher gab es nur einen kleinen Schaden am Zeltdach
    Stand der Geschäftsplans per 28.10.2020 (Saisonende)
    11 abgeschlossene Mieten 108,5 Nächte9.662,00€ bzw. 7.615,54€ nach Abzügen von Paul Camper

    Ich bin sehr zufrieden damit, wie 2020 ab Mai gelaufen ist. Die 7.615,54€, die hier nach Abzügen von Paul Camper übrig bleiben, beinhalten aber noch nicht alle Kosten. Am Ende des Tages liege ich derzeit bei einem persönlichen Überschuss von ca. 4.543€. Dem gegenüber stehen bisher wohl ca. 50-60 Stunden Arbeit, die die Profilerstellung, Administration, Kommunikation mit Mietern und Fahrzeugübergaben beinhalten. Nicht abgezogen sind in dieser Übersicht Wertverlust und Kosten für die Finanzierung des Kaufpreises.

    Eine kleine Anmerkung in eigener Sache:

    Es freut mich, wenn ich euch mit meinem Beitrag zum Geschäftsplan oder einer Rückmeldung auf eure Emails weitergeholfen habe. Es stecken mittlerweile ziemlich viele Stunden Arbeit und Recherche in diesem Beitrag.

    Einige von euch werden sich auf dieser Basis ein kleines Geschäft aufbauen, eine günstige Selbstfahrvermietversicherung finden, das Wohnmobil refinanzieren oder sich bewusst gegen die Idee der Vermietung entscheiden.

    Falls ich euch also geholfen habe aus eurem Wohnmobil Einkommen zu generieren oder Geld zu sparen, dann könnt ihr mir gern über diesen Link ein kleines Dankeschön in Form einer Paypalspende zukommen lassen.
    So hat sich die Arbeit gelohnt und es macht mir noch mehr Spaß am Ball zu bleiben und neue Updates zu recherchieren.

    Link zur „Spende“ über Paypal:
    Hier klicken

    Ein kleines Geschenk zum Schluss:

    Melde dich einfach neu als Vermieter bei Paul Camper über diesen Freunde werben Freunde Link an, du bekommst 100€ Bonus für die erste erfolgreiche Vermietung und ich ebenfalls.

    Damit wird sich das ausprobieren auf jeden Fall lohnen.

    Die Kalkulation der Wohnmobilvermietung geht auf. Unser Camper Le Bulli trägt sich von allein.
    So einen schicken Bulli hätten wir vermutlich nicht, wenn wir ihn nicht über die Vermietung finanzieren würden.

    Ich hoffe das Lesen hat dir Spaß gemacht und vielleicht konnte ich dir ja einige Fragen beantworten, nach deren Antwort ich am Anfang selbst sehr intensiv gesucht habe.

    Links:

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    Selbstfahrervermietversicherung über Camperbuddy:
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    Le Bulli 2 und diesen Geschäftsplan durch einen Urlaub im gemieteten Camper unterstützen:
    Link zu Le Bulli 2 auf Paul Camper.

    Ein bisschen stöbern, wie die Vermietung des alten Le Bulli so geklappt hat oder wie der letzte Trip in die Toscana war:
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      Jens

      19 Tipps für Wohnmobil-Mieter

      Wie du auf dem Blog gesehen hast, habe ich als Vermieter einiges an Erfahrung sammeln können. Allerdings kenne ich darüber natürlich auch die andere Seite und habe einige Tipps für dich, worauf du bei der Miete eines Wohnmobils von einem privaten Anbieter achten solltest.

      Wenn du danach beschließt ein Wohnmobil über die Plattform zu mieten, dann click hier und spare 30€.

      Reiseplanung vor der Anfrage:

      Die Reiseplanung wird deinen Wohnmobilvermieter mit Sicherheit interessieren. Schließlich wirst du sein heiß geliebtes Eigentum für den Zeitraum deiner Reise nutzen. Bevor du dir also einfach einen Camper mietest und drauf los fährst, solltest du dir also ein paar Fragen stellen:

      • Wie hoch ist dein Budget?
      • Wohin möchtest du fahren?
      • Welche Route wirst du dorthin nehmen? (Du solltest eine Strecke angeben können)
      • Gibt es dort wo du hin möchtest zu dieser Zeit freie Kapazitäten auf einem Campingplatz?
      • Wie viel Zeit hast du? Bist du bei der Abfahrt ggf flexibel?
      • Was für eine Ausstattung benötigt dein Camper?

      Ein Wohnmobil aussuchen:

      Jetzt hast du die groben Rahmendaten deiner Reise festgelegt. Schau dich in deiner Nähe auf der Plattform um, es macht schließlich in den meisten Fällen wenig Sinn deinen Urlaub damit zu beginnen, dass du 200km fährst, um ein Wohnmobil abzuholen. Schau bei den Wohnmobilen, die dich interessieren genau hin und stelle 4-5 Anfragen an verschiedene Vermieter in deiner Nähe. Da es sich um Privatpersonen handelt, kann es immer mal sein, dass jemand seinen Kalender nicht gepflegt hatte oder dass es aufgrund persönlicher Schicksale keine Rückmeldung gibt. Mit 4-5 Anfragen solltest du auf der sicheren Seite für eine qualifizierte Rückmeldung sein.

      Eine Anfrage ist nicht bindend und du kannst mit dem Vermieter im Nachhinein noch vieles klären. Die Miete kommt erst zustande, wenn der Vermieter dir auf deine Anfrage ein Angebot macht und du dieses danach dann auch annimmst.

      Bevorzuge einen Vermieter, der dir schnell antwortet schließlich willst du sicher sein, dass du jemanden erwischt, bei dem du nicht drei Tage warten musst, bis es weiter geht. Schnelle Rückmeldungen könnten ja während du unterwegs bist ebenfalls wichtig sein. Stelle deine Reiseplanung in einem kurzen Text dar. Wer bist du? Was hast du vor während deiner Mietzeit? Meine schlimmste Mietanfrage lautete einfach nur „Cuxhaven“. Bei so einer Nachricht ist ein Vermieter natürlich abgeschreckt, weil sich jemand keine Gedanken gemacht oder Mühe gegeben hat. Auf dieser Basis kam eine Vermietung nicht in Frage für mich. Denn wenn der Umgang mit dem Fahrzeug nachher genauso gedankenlos ist, kann man direkt einen Werkstatttermin legen.

      Wenn dir etwas unklar ist oder du das Gefühl hast, dass es beim Vermieter noch Vorbehalte gibt, frage so lange nach, bis für dich alles geklärt ist und du wirklich bereit bist das Geld auszugeben. Vieles lässt sich im Nachhinein zwar klären aber je mehr du für dich vorher klargestellt hast desto besser. Statt zehn Nachrichten auszutauschen bietet es sich an, wenn du mit dem Vermieter des Wohnmobils einfach für fünf Minuten telefonierst. Jeder seriöse Vermieter hätte daran ein hohes Eigeninteresse, weil er ja ebenfalls wissen will, auf wen er sich einlässt.

      Die Buchungsbestätigung

      Du hast es geschafft. Aus deiner Anfrage ist eine Buchungsangebot des Vermieters geworden. Bevor du dies annimmst achte darauf, dass die Zeiten und Preise so sind, wie du es vereinbart hast. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang. Frühe Abholung / Späte Rückgabe: Bei Paul Camper beginnt die Vermietung standardmäßig um 12 Uhr Mittags. Kein Vermieter darf dich vorher fahren lassen, da auch die Versicherung erst zu diesem Zeitpunkt beginnt. Falls du also früher los möchtest, sprich deinen Vermieter darauf an, ob auch eine frühere Abholung möglich ist, dies kostet zwar 0,5 Tagemieten aber kann sich sehr lohnen, wenn du so schon die ersten 4 Stunden in dein Urlaubsziel fahren kannst. Das ist auch auf dem Rückweg möglich, wo die Rückgabe eigentlich ebenfalls bis 12 Uhr Mittags erfolgen muss.

      Du solltest darauf achten, den Selbstbehalt auf 250€ zu reduzieren. Da der Selbstbehalt pro Schadenfall gilt, hast du ansonsten ein üblen Urlaub, wenn alles schief geht und du versehentlich nicht nur einen, sondern mehrere Schäden an dem Fahrzeug verursachst. (Das wünschen wir dir natürlich alle nicht und meinen Mietern ist es noch nicht passiert, aber manchmal geht einfach alles schief)

      Informiere deinen Vermieter über Planänderungen oder Wünsche nach der Buchungsbestätigung. Schon oft genug habe ich die Mietanfragen noch im Nachhinein korrigiert und die Mietdauer um einen oder zwei Tage verschoben oder aber die Übergabe nach vorn oder hinten verlegt. Wichtig ist hierbei eine frühzeitige Anpassung. Das Buchungsportal muss ja in der Lage sein, die Versicherungsbestätigung zu verändern, außerdem muss ja eventuell auch noch eine Zahlung geleistet oder erstattet werden.

      Übrigens, du leistest deine Zahlungen zwar im voraus an Paul Camper. Der Vermieter erhält das Geld jedoch erst, wenn deine Miete ohne Beanstandung gestartet ist. Also hat der Wohnmobilvermieter ein ebenso großes Interesse daran, dass du glücklich los fährst, wie du selbst auch.

      Die Übergabe

      Der große Tag ist gekommen. Du kannst deinen Urlaub antreten und dein Gefährt wartet vollgetankt bei deinem Vermieter auf dem Hof.

      Bevor du losfährst denk an Folgendes: Kaution, Führerschein, Personalausweis! Du kannst alles andere vergessen aber ohne diese drei Dinge kommst du nicht vom Hof.

      Falls du mit dem Auto zur Übergabe fährst, kläre mit dem Vermieter ab ob dein Wagen an dem Ort wo ihr euch trefft auch während des Urlaub geparkt werden darf und sicher steht.

      Plane genug Zeit ein. Sicherheitshalber zwei Stunden für die Übergabe. Sollte sie schneller gehen kommst du schnell auf die Straße. Aber nichts ist schlimmer, als wenn du unterwegs bist und die Hälfte des Campers nicht verstanden oder gesehen hast. Mach unbedingt eine Probefahrt um den Block mit dem Vermieter an Board, so hast du eventuell noch die Möglichkeit, vergessene Fragen zu stellen oder Besonderheiten an dem Wohnmobil festzustellen, die dir vorher nicht aufgefallen sind. Protokolliert die Übergabe ordentlich und lasst euch eine Kopie geben oder fotografiert das Protokoll ab. Prüft unbedingt, ob ihr alles an Ausstattung an Bord habt, was euch im Protokoll aufgezeigt wurde und was ihr mit dem Vermieter vorher abgeklärt habt.

      Die Reise

      Hier genießt du einfach deine Zeit. Melde dich nur sofort bei Beschädigungen am Fahrzeug oder wenn du dich nicht erinnerst, wie man irgendetwas bedient. Achte darauf die vereinbarten Kilometer nicht deutlich und ohne Rücksprache zu überschreiten und gib deinem Vermieter kurz Bescheid, wann du am Rückreisetag planst bei ihm anzukommen. Schließlich willst du nicht zwei Stunden vor verschlossener Haustür warten, bis er vom Einkaufen wieder da ist.

      Die Rückgabe

      Die schönen Tage sind vorbei und du bist auf dem Heimweg. Eigentlich möchtest du am liebsten zu Hause aufs Sofa, aber die Rückgabe steht noch bevor.

      Also überlege kurz, wie du ein verliehenes Auto selbst gern zurückbekommen würdest. Volltanken und sauber machen wird dein Urlaubserlebnis nicht verschlechtern und kostet dich keine Ewigkeit. Es beschleunigt meiner Einschätzung nach aber in den meisten Fällen die Rückgabe ganz enorm und erspart dir aber unbequeme Diskussionen mit dem Vermieter.

      Plane auch hier wieder zwei Stunden Zeit ein. Die Zeit wirst du vermutlich niemals brauchen aber unter Zeitdruck passieren dir sonst Fehler, die vermeidbar wären.

      Dann erstmal ausladen und in jede Ritze schauen, ob dir etwas fehlt. Ich habe schon Fahrradschlüssel, Handys und Kulturbeutel gefunden und die Mieter schnell angerufen wenn sie unterwegs waren. Aber es wäre doch ärgerlich Abends wieder losfahren zu müssen um etwas zu holen, was du vergessen hast.

      Am Schluss kommt auch hier wieder das Protokoll. Weise den Vermieter aktiv darauf hin ob etwas kaputt ist, oder ob dir während der Fahrt an der Technik etwas aufgefallen ist. Im Endeffekt willst du hier kein misstrauisches Verhältnis aufbauen und wirst mit Offenheit besser fahren und eine kulantere Betrachtung erreichen, als wenn du versuchst etwas zu verschleiern und es dann entdeckt wird. Denk dran, deine Kaution wieder mitzunehmen. Damit hast du es dann geschafft und hoffentlich einen wundervollen und sorgenfreien Urlaub in einem voll ausgestatteten Camper gehabt. Der Vorteil ist schließlich, dass du ein Liebhaberstück von einer Privatperson gemietet hast, statt ein Standardmobil von einer großen Firma.

      Wenn du dich jetzt gut vorbereitet fühlst, um ein Wohnmobil zu mieten, dann click hier und spare 30€.

      Wie du auf dem Blog gesehen hast, habe ich als Vermieter einiges an Erfahrung sammeln können. Allerdings kenne ich darüber natürlich auch die andere Seite und habe einige Tipps für dich, worauf du bei der Miete eines Wohnmobils von einem privaten Anbieter achten solltest.

      Wenn du danach beschließt ein Wohnmobil über die Plattform zu mieten, dann click hier und spare 30€.

      Reiseplanung vor der Anfrage:

      Die Reiseplanung wird deinen Wohnmobilvermieter mit Sicherheit interessieren. Schließlich wirst du sein heiß geliebtes Eigentum für den Zeitraum deiner Reise nutzen. Bevor du dir also einfach einen Camper mietest und drauf los fährst, solltest du dir also ein paar Fragen stellen:

      • Wie hoch ist dein Budget?
      • Wohin möchtest du fahren?
      • Welche Route wirst du dorthin nehmen? (Du solltest eine Strecke angeben können)
      • Gibt es dort wo du hin möchtest zu dieser Zeit freie Kapazitäten auf einem Campingplatz?
      • Wie viel Zeit hast du? Bist du bei der Abfahrt ggf flexibel?
      • Was für eine Ausstattung benötigt dein Camper?

      Ein Wohnmobil aussuchen:

      Jetzt hast du die groben Rahmendaten deiner Reise festgelegt. Schau dich in deiner Nähe auf der Plattform um, es macht schließlich in den meisten Fällen wenig Sinn deinen Urlaub damit zu beginnen, dass du 200km fährst, um ein Wohnmobil abzuholen. Schau bei den Wohnmobilen, die dich interessieren genau hin und stelle 4-5 Anfragen an verschiedene Vermieter in deiner Nähe. Da es sich um Privatpersonen handelt, kann es immer mal sein, dass jemand seinen Kalender nicht gepflegt hatte oder dass es aufgrund persönlicher Schicksale keine Rückmeldung gibt. Mit 4-5 Anfragen solltest du auf der sicheren Seite für eine qualifizierte Rückmeldung sein.

      Eine Anfrage ist nicht bindend und du kannst mit dem Vermieter im Nachhinein noch vieles klären. Die Miete kommt erst zustande, wenn der Vermieter dir auf deine Anfrage ein Angebot macht und du dieses danach dann auch annimmst.

      Bevorzuge einen Vermieter, der dir schnell antwortet schließlich willst du sicher sein, dass du jemanden erwischt, bei dem du nicht drei Tage warten musst, bis es weiter geht. Schnelle Rückmeldungen könnten ja während du unterwegs bist ebenfalls wichtig sein. Stelle deine Reiseplanung in einem kurzen Text dar. Wer bist du? Was hast du vor während deiner Mietzeit? Meine schlimmste Mietanfrage lautete einfach nur „Cuxhaven“. Bei so einer Nachricht ist ein Vermieter natürlich abgeschreckt, weil sich jemand keine Gedanken gemacht oder Mühe gegeben hat. Auf dieser Basis kam eine Vermietung nicht in Frage für mich. Denn wenn der Umgang mit dem Fahrzeug nachher genauso gedankenlos ist, kann man direkt einen Werkstatttermin legen.

      Wenn dir etwas unklar ist oder du das Gefühl hast, dass es beim Vermieter noch Vorbehalte gibt, frage so lange nach, bis für dich alles geklärt ist und du wirklich bereit bist das Geld auszugeben. Vieles lässt sich im Nachhinein zwar klären aber je mehr du für dich vorher klargestellt hast desto besser. Statt zehn Nachrichten auszutauschen bietet es sich an, wenn du mit dem Vermieter des Wohnmobils einfach für fünf Minuten telefonierst. Jeder seriöse Vermieter hätte daran ein hohes Eigeninteresse, weil er ja ebenfalls wissen will, auf wen er sich einlässt.

      Die Buchungsbestätigung

      Du hast es geschafft. Aus deiner Anfrage ist eine Buchungsangebot des Vermieters geworden. Bevor du dies annimmst achte darauf, dass die Zeiten und Preise so sind, wie du es vereinbart hast. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang. Frühe Abholung / Späte Rückgabe: Bei Paul Camper beginnt die Vermietung standardmäßig um 12 Uhr Mittags. Kein Vermieter darf dich vorher fahren lassen, da auch die Versicherung erst zu diesem Zeitpunkt beginnt. Falls du also früher los möchtest, sprich deinen Vermieter darauf an, ob auch eine frühere Abholung möglich ist, dies kostet zwar 0,5 Tagemieten aber kann sich sehr lohnen, wenn du so schon die ersten 4 Stunden in dein Urlaubsziel fahren kannst. Das ist auch auf dem Rückweg möglich, wo die Rückgabe eigentlich ebenfalls bis 12 Uhr Mittags erfolgen muss.

      Du solltest darauf achten, den Selbstbehalt auf 250€ zu reduzieren. Da der Selbstbehalt pro Schadenfall gilt, hast du ansonsten ein üblen Urlaub, wenn alles schief geht und du versehentlich nicht nur einen, sondern mehrere Schäden an dem Fahrzeug verursachst. (Das wünschen wir dir natürlich alle nicht und meinen Mietern ist es noch nicht passiert, aber manchmal geht einfach alles schief)

      Informiere deinen Vermieter über Planänderungen oder Wünsche nach der Buchungsbestätigung. Schon oft genug habe ich die Mietanfragen noch im Nachhinein korrigiert und die Mietdauer um einen oder zwei Tage verschoben oder aber die Übergabe nach vorn oder hinten verlegt. Wichtig ist hierbei eine frühzeitige Anpassung. Das Buchungsportal muss ja in der Lage sein, die Versicherungsbestätigung zu verändern, außerdem muss ja eventuell auch noch eine Zahlung geleistet oder erstattet werden.

      Übrigens, du leistest deine Zahlungen zwar im voraus an Paul Camper. Der Vermieter erhält das Geld jedoch erst, wenn deine Miete ohne Beanstandung gestartet ist. Also hat der Wohnmobilvermieter ein ebenso großes Interesse daran, dass du glücklich los fährst, wie du selbst auch.

      Die Übergabe

      Der große Tag ist gekommen. Du kannst deinen Urlaub antreten und dein Gefährt wartet vollgetankt bei deinem Vermieter auf dem Hof.

      Bevor du losfährst denk an Folgendes: Kaution, Führerschein, Personalausweis! Du kannst alles andere vergessen aber ohne diese drei Dinge kommst du nicht vom Hof.

      Falls du mit dem Auto zur Übergabe fährst, kläre mit dem Vermieter ab ob dein Wagen an dem Ort wo ihr euch trefft auch während des Urlaub geparkt werden darf und sicher steht.

      Plane genug Zeit ein. Sicherheitshalber zwei Stunden für die Übergabe. Sollte sie schneller gehen kommst du schnell auf die Straße. Aber nichts ist schlimmer, als wenn du unterwegs bist und die Hälfte des Campers nicht verstanden oder gesehen hast. Mach unbedingt eine Probefahrt um den Block mit dem Vermieter an Board, so hast du eventuell noch die Möglichkeit, vergessene Fragen zu stellen oder Besonderheiten an dem Wohnmobil festzustellen, die dir vorher nicht aufgefallen sind. Protokolliert die Übergabe ordentlich und lasst euch eine Kopie geben oder fotografiert das Protokoll ab. Prüft unbedingt, ob ihr alles an Ausstattung an Bord habt, was euch im Protokoll aufgezeigt wurde und was ihr mit dem Vermieter vorher abgeklärt habt.

      Die Reise

      Hier genießt du einfach deine Zeit. Melde dich nur sofort bei Beschädigungen am Fahrzeug oder wenn du dich nicht erinnerst, wie man irgendetwas bedient. Achte darauf die vereinbarten Kilometer nicht deutlich und ohne Rücksprache zu überschreiten und gib deinem Vermieter kurz Bescheid, wann du am Rückreisetag planst bei ihm anzukommen. Schließlich willst du nicht zwei Stunden vor verschlossener Haustür warten, bis er vom Einkaufen wieder da ist.

      Die Rückgabe

      Die schönen Tage sind vorbei und du bist auf dem Heimweg. Eigentlich möchtest du am liebsten zu Hause aufs Sofa, aber die Rückgabe steht noch bevor.

      Also überlege kurz, wie du ein verliehenes Auto selbst gern zurückbekommen würdest. Volltanken und sauber machen wird dein Urlaubserlebnis nicht verschlechtern und kostet dich keine Ewigkeit. Es beschleunigt meiner Einschätzung nach aber in den meisten Fällen die Rückgabe ganz enorm und erspart dir aber unbequeme Diskussionen mit dem Vermieter.

      Plane auch hier wieder zwei Stunden Zeit ein. Die Zeit wirst du vermutlich niemals brauchen aber unter Zeitdruck passieren dir sonst Fehler, die vermeidbar wären.

      Dann erstmal ausladen und in jede Ritze schauen, ob dir etwas fehlt. Ich habe schon Fahrradschlüssel, Handys und Kulturbeutel gefunden und die Mieter schnell angerufen wenn sie unterwegs waren. Aber es wäre doch ärgerlich Abends wieder losfahren zu müssen um etwas zu holen, was du vergessen hast.

      Am Schluss kommt auch hier wieder das Protokoll. Weise den Vermieter aktiv darauf hin ob etwas kaputt ist, oder ob dir während der Fahrt an der Technik etwas aufgefallen ist. Im Endeffekt willst du hier kein misstrauisches Verhältnis aufbauen und wirst mit Offenheit besser fahren und eine kulantere Betrachtung erreichen, als wenn du versuchst etwas zu verschleiern und es dann entdeckt wird. Denk dran, deine Kaution wieder mitzunehmen. Damit hast du es dann geschafft und hoffentlich einen wundervollen und sorgenfreien Urlaub in einem voll ausgestatteten Camper gehabt. Der Vorteil ist schließlich, dass du ein Liebhaberstück von einer Privatperson gemietet hast, statt ein Standardmobil von einer großen Firma.

      Wenn du dich jetzt gut vorbereitet fühlst, um ein Wohnmobil zu mieten, dann click hier und spare 30€.

      22 Tipps für Wohnmobil-Vermieter

      Nach der umfangreichen Vorstellung und den ersten Beispielrechnungen, ob sich das Vermieten deines Wohnmobils lohnen könnte, möchte ich dir nun ein paar Hinweise geben, welche Punkte sich in der Praxis für eine erfolgreiche Vermietung als wichtig herausgestellt haben.

      Um mit dem Vermieten des Wohnmobils Geld zu verdienen hier also einige Tipps.

      Das Camperprofil:

      Optischer Eindruck:

      Wenn du etwas vermieten willst, solltest du so viele Informationen wie möglich bereitstellen. Das wichtigste sind erstmal vernünftige Fotos, denn diese sind das einzige, was in der Erstübersicht zu sehen ist. Statt die letzten Schnappschüsse aus dem Urlaub zu nehmen, nimm dir ein paar Stunden Zeit, fahre bei gutem Wetter an ein nettes Plätzchen und mach viele Fotos von deinem Wohnmobil.

      Der Hauptfokus sollte hierbei natürlich darauf liegen, dass man darstellt wie sich das Leben in deinem Wohnmobil anfühlt. Also Innenraum nicht vergessen. Auch Anbauteile wie eine Markise, ein Vorzeit, ein Fahrradträger oder deine Campingmöbel und dein Grill sind natürlich wichtige Entscheidungshilfen für einen möglichen Mieter. Zeig die Features, die das Leben mit einem Camper so toll machen.

      Beschreibung:

      Wenn das erste Interesse geweckt ist, findet sich der potenzieller Mieter auf deinem Profileintrag und möchte jetzt wissen woran er bei dir ist. Als Beschreibung taugt: „Das ist mein Camper Horsti und den kannst du haben, wenn du willst“ wohl recht wenig. Überleg dir also genau, was den Charme deines Fahrzeugs ausmacht. Wer sollte das besser beschreiben können als du, der du ja bisher viele schöne Stunden mit diesem Gefährt unterwegs warst. Hier kann man durchaus auch eigene Erfahrung einfließen lassen, vor allem aber ist dies die Gelegenheit, um Erwartungsmanagement zu betreiben.

      Bei meinem alten Bulli z.B. schreibe ich, dass dieser ideal für die Landstraße ist und keine Geschwindigkeiten über 100km/h verträgt. So habe ich wenig Anfragen von Mietern, die planen 1.000 km an einem Tag zu fahren. Sondern meine Zielgruppe eher auf entspannte Roadtripreisende definiert. Natürlich erreichen mich trotzdem ab und zu Anfragen potenzieller Mieter, die für 3 Tage 1.500km Strecke planen. Diese sage ich dann freundlich ab mit dem Hinweis das mein Camper für solche Pläne nicht das ideale Gefährt ist.

      Meine etwas spartanische Beschreibung kannst du dir hier mal als Beispiel ansehen (Link zu Le Bulli 2)

      Preis:

      Die richtige Preisfindung für die Wohnmobilvermietung ist mit etwas Rechercheaufwand verbunden. Hierbei hast du den Vorteil, dass du mit deinem Vermieterprofil auch die Mieterperspektive bekommst und einfach auf den Reiter Wohnmobil mieten klicken kannst, um dich in den Profilen umzuschauen und den lokalen Markt zu sondieren. Schließlich ist den Mietern daran gelegen etwas im nahen Umfeld zu finden und so werden sich die meisten deiner Interessenten in einem Umkreis von max. 100km um deinen Wohnort befinden.

      Um den richtigen Preis zu finden, solltest du als Zeitraum eine Woche im Mai wählen und einfach in deinem Ort suchen. Automatisch wird dir jedes verfügbare Wohnmobil im Umkreis mit seinem Tagespreis für diese Saison angezeigt. Dies solltest du auch noch mal für einen einwöchigen Zeitraum in den Sommerferien machen. Wichtig ist hierbei, dass man die Recherche weit in die Zukunft (also am besten die nächste Saison) legt, denn ansonsten sieht man nur die übrig gebliebenen und noch nicht gebuchten Fahrzeuge, deren Preise ggf unrealistisch hoch sind. Jetzt schaust du dir die Anzeigen an, die deinem Wohnmobil am ähnlichsten sind und versuchst herauszufinden, wo du dich zwischen diesen Fahrzeugen einsortierst und wie du dich hervorheben kannst.

      Um mit deinem Angebot erfolgreich zu sein, löse dich von der Vorstellung dein Wohnmobil sei ein unbezahlbares Unikat. Das trifft nun mal nur auf sehr wenig Fahrzeuge zu. Statt dessen schau nach, was potenzielle Mieter bereit sein könnten zu bezahlen und überlege dir, ob du für diesen Preis an den Markt gehen möchtest. Beachte: Von dem so festgelegten Preis werden noch Vermittlung und Versicherung abgezogen. (siehe hier: Beispielrechnung)

      Wenn du jetzt denkst: „Hey, das kann ich auch und ich fänd es super, wenn mein Wohnmobil ein bisschen Geld verdient“ -> Hier klicken und dein Profil erstellen.

      Anfragebearbeitung:

      Eine Anfrage durch einen potenziellen Mieter heißt zunächst einmal, dass du mit deinem Camper Profil alles richtig macht hast. Deine Fotos sind ansprechend, deine Beschreibung ist gut und dein Preis ist vernünftig gewählt. (Glückwunsch dazu!)

      Jetzt geht es darum, die Mietanfrage in eine Buchung zu verwandeln und einen zufriedenen Mieter zu gewinnen. Denn erst nachdem ihr das Angebot bestätigt habt und der Mieter dies ebenfalls noch einmal bestätigt, kommt eure Miete zustande.

      Pläne des Mieters kennenlernen und Erwartungsmanagement betreiben:

      Die erste Anfrage ist ein erfreuliches Ereignis und man bekommt direkt €-Zeichen in den Augen, wenn es sich um einen langen Zeitraum handelt. Allerdings solltest du nicht sofort zusagen, sondern zunächst genau schauen: Was hat der Mieter vor?.

      Schließlich werden einen auch Stilblüten wie diese erreichen:

      Richtung Sonne und einfach treiben lassen!

      Paul Camper Mietanfrage zu Le Bulli

      Keine Ortsangabe, keine geplante Strecke, keine geplanten Etappen. Der Zeitraum hierbei betrug 14 Tage und ging es um Einnahmen von 938€ (knapp 600€ netto). Richtung Sonne kann aber heißen es geht bis nach Portugal, darum habe ich mir hier die Zeit genommen die Pläne zu hinterfragen und zu versuchen eine Strecke von max. 2.500km festzulegen. Daran ist die Vermietung in diesem Fall dann gescheitert. Hätte ich die Anfrage einfach bestätigt, hätte ich den Bulli am Ende mit +5.000km auf dem Tacho wieder bekommen und mich im Zweifelsfall geärgert. Nutzt also die Gelegenheit vorab, um zu herauszufinden, was mit eurem Wohnmobil passieren soll während es weg ist.

      Hervorragende Mietanfragen sehen übrigens so aus:

      Hallo Jens,

      wir möchten gern von Bielefeld nach Braunfels / Altenkirchen reisen und wieder zurück. Wir möchten mit 2 Personen zu einem jährlichen Treffen mit Freunden aus Hessen fahren. Sonst haben wir immer gezeltet, aber dieses Jahr müssten wir den Hund meines Vaters mitnehmen, da dieser zur Zeit wegen Krankheit meines Vaters bei uns zur Pflege ist. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du Dich bald bei uns melden könntest, da nicht mehr viel Zeit bleibt, um etwas passendes zu organisieren. Wir wären auch gern bereit uns jederzeit vorab mit dir zu treffen, damit du uns und auch den Hund kennenlernen kannst.

      Paul Camper Mietanfrage zu Le Bulli

      Das waren tolle Mieter. Wir haben uns zwei Tage später abends getroffen und ich konnte alle kennen lernen und die drei konnten schauen, ob der Bulli den Erwartungen entspricht. Erst danach haben wir die Zusagen fest gemacht. Ich habe das Wohnmobil im Top-Zustand wiederbekommen und als Bonus habe ich damit zwei Menschen und einen Hund sehr glücklich gemacht.

      Mit dem Mieter telefonieren ist eine Alternative zu einem persönlichen Gespräch vor Ort und kann ebenfalls deutlich mehr Klarheit schaffen, als du es mit zehn Emails schaffen könntest. Positiv hieran ist auch, dass es dich nur 5-10 Minuten kostet, statt 30 Minuten verteilt auf fünf Tage.

      Eigene Erfahrung mit auf den Weg geben:

      Bei diesem Punkt ist natürlich Vorsicht geboten. Ein potenzieller Mieter soll sich in seiner Urlaubsplanung ja nicht bevormundet fühlen. Jedoch kann der ein oder andere Hinweis durchaus sinnvoll sein.

      z.B. auf das Thema Umweltzonen auch im Ausland hinzuweisen (war bei meinem alten Bulli immer wichtig) oder das Thema Warnwesten in Österreich. Manchen meiner Mieter habe ich auch Campingplatzempfehlungen entlang der Route mitgegeben. Das ist insbesondere bei Campingneulingen, die sich noch nicht so klar über ihre Route sind, und noch nicht viel recherchiert haben ein gern gehörter Hinweis.

      Abfahrtszeit

      Sprich bei der Anfrage darüber, welche Abfahrtszeit sich dein Mieter vorstellt. Viele übersehen die Option früher Abholung oder später Rückgabe. Diese sind zwar auch mit 1/2 Tag berechnet, aber für manche kann es ein erheblicher Mehrwert sein, wenn sie es so schon ehr zu ihrem Reiseziel schaffen, oder evtl sogar eine Zwischenetappe sparen können.

      Fazit:

      Mit diesen Hinweisen weißt du dann genau worauf du dich einlässt und dein Mieter ebenfalls und du bekommst deine erste erfolgreiche Mietzusage zustande. Passen eure Erwartungen nicht zusammen oder hast du in der Phase der Anfragebearbeitung ein schlechtes Gefühl, lass es lieber sein.

      Nach der Zusage und vor der Abfahrt

      Eine Woche bis drei Tage vor der Abfahrt eine Erinnerung zu schreiben hat sich bewährt. Leider hab ich es nicht bei allen meinen Mietern gemacht, aber ich schreibe hier ja auch über die Lehren aus den letzten drei Jahren auf. Bei mir sieht die jetzt in den meisten Fällen ca. so aus.

      Hallo X,

      dein Urlaub naht und Le Bulli freut sich auf euren Trip. Vor der Abfahrt sollten wir uns 1-2 Stunden für die Übergabe nehmen, damit du alles findest. Folgende Dinge sind am wichtigsten, damit alles reibungslos klappt: Personalausweis, Führerschein, Kaution von 750€. Wie besprochen werde ich vorher schon das Vorzelt und den Fahrradträger bereitlegen. Dein Auto kann während der Zeit bei uns in der Straße stehen. Schreib mir bitte eine Nachricht, ob es bei 8:00 Uhr bleibt.

      Bsp Bestätigungsmail oder Whatsapp, je nach dem welcher Weg sich bewährt mit dem Mieter

      Übergabe

      Vorbereitung:

      Bevor dein Mieter da ist stelle folgende Punkte sicher:

      • Der Tank ist voll.
      • Der Ölstand des Motors ist in Ordnung.
      • Es ist ausreichend Gas fürs Kochen vorhanden.
      • Frischwasser ist aufgefüllt.
      • Abwasser ist abgelassen.
      • Es sind nur die Dinge an Board, die du auch übergeben möchtest.

      Grundeinstellung:

      Jetzt ist es so weit, dein Mieter steht auf dem Hof. Es geht für ihn in einen Urlaub, auf den er sich schon Wochen oder Monate freut. Also begegne ihm mit guter Laune. Keiner von uns möchte bei der Abfahrt in den Urlaub einen negativen Start in den Tag. Nimm dir Zeit und teile auch vorher mit, dass die Übergabe etwas dauern wird, um alles durch zu gehen. Schließlich will dein Mieter jetzt eigentlich in das Wohnmobil springen und ab in die Freizeit düsen.

      Vor der ersten Übergabe mach dir eine Liste mit den Dingen, die wichtig sind für ein entspanntes Leben an Board. Im Zweifelsfall übe die Übergabe lieber einmal mit einem Freund, der mit Camping nichts am Hut hat und schau nachher ob du an alles gedacht hast und deine Botschaften so angekommen sind, wie du es geplant hast.

      Was bei der Übergabe nicht erklärt ist kann zu Frust im Urlaub für deinen Mieter oder aber im schlimmsten Fall zu Schäden durch Falschanwendung führen. Also lass dir Zeit für das Thema.

      Protokollieren:

      Nutze einfach das Übergabeprotokoll das Paul Camper dir in deiner Mietbestätigung anbietet. Hier findest du für alle relevanten Punkte eine Möglichkeit der Dokumentation. Füll das Protokoll zusammen mit deinem Mieter aus und gib ihm eine Ausfertigung mit, oder weise ihn zumindest darauf hin sich das Protokoll abzufotografieren. Die erste Seite enthält wichtige Informationen für das Vorgehen im Schadensfall!

      Lass dir die Kaution von 750€ in Bar übergeben. Wenn ich eine Umfrage von Paul Camper neulich richtig verstanden habe, arbeitet man auf ein Konzept, um dieses Thema aus der Welt zu schaffen. Aber bis auf weiteres muss jeder Mieter 750€ Kaution hinterlegen. Dies ist gleichbedeutend mit der Selbstbeteiligung der Versicherungspolice und insofern extrem wichtig.

      Kläre mit dem Mieter, wo sein Fahrzeug (sofern er mit einem anreist) in der Zeit des Urlaub stehen kann, ohne dass es zu einer Verkehrsbehinderung führt oder bewegt werden muss.

      Stell deine Handynummer als Notfallkontakt bereit, schließlich willst du angerufen werden, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist. So wirst du schnell zu Rate gezogen, wenn irgendwas bei der Übergabe vergessen wurde und die Chance für die Falschanwendung deiner Ausstattung sinkt.

      Macht zum Abschluss eine gemeinsame Probefahrt! Klar jeder Mieter hat einen Führerschein, aber nicht jeder ist schon so große Wohnmobile gefahren. Nimm dir 5 Minuten um ein Mal als Beifahrer um den Block gefahren zu werden und schau, ob dir etwas auffällt, was du eventuell noch erklären musst oder wobei du Unsicherheiten bemerkst.

      Danach lass den guten Menschen losdüsen in seinen wohlverdienten Urlaub.

      Fazit:

      Vorbereitetes Auto, gute Laune, perfekte Übergabe, Protokoll, Kaution, Notfallkontakt und eine Probefahrt… Mit so viel Vorbereitung und Engagement muss es für deinen Mieter doch einfach gut laufen und dein Wohnmobil verdient Geld für dich, während du zu Hause wartest. Zum vereinbarten Zeitpunkt kehrt dein Mieter dann glücklich und beseelt aus seinem erholsamen Urlaub zurück und wird dir schweren Herzens deinen Camper aushändigen.

      Rücknahme:

      Für mich ist es bei der Rücknahme immer wichtig, dass ich den Zeithorizont der Rückkehr ca. 1-2 Stunden vor Ankunft mitgeteilt bekomme. Nur weil mein Wohnmobil ohne mich im Urlaub war, will ich nicht den halben Tag zu Hause warten, bis es zurück kommt. Also bespreche ich einen Tag vor Rückreisetag die grobe Planung und bekomme dann am Rückreisetag gern eine kurze Nachricht, wenn es nur noch 1-2 Stunden Fahrt sind. Sollte ich es nicht schaffen, kann ich den Mieter ja fragen, ob er noch eine Zwischenstation machen möchte.

      Erwartungen an die Reinigung:

      Bisher hatte ich hier keine großen Ansprüche. Da dem nächst unser Le Bulli 2 in die Vermietung geht, werden diese steigen und ich werde je nach länge der Tour entscheiden, ob ich die Reinigung einfach übernehme (ist bei 3-4 Tagen übers Wochenende kein Problem) oder ob ich den Mieter bitte den Wagen einmal von außen zu waschen und von innen ordentlich selbst zu reinigen, dass wird wohl das Mittel der Wahl bei 7 Tagen und mehr. Hier solltest du natürlich klar kommunizieren bevor der Wagen wieder auf dem Hof steht. Am besten eigentlich bei der Übergabe aber irgendwie gehört dieser Punkt für mich eher unter die Rücknahme.

      Inventar und Protokoll:

      Schau den ganzen Camper mit allen Fächern und Ablagen durch, ob etwas vergessen wurde oder ob etwas fehlt. Dein Mieter wird dir dankbar sein, wenn er nicht ohne seine Sonnenbrille abfährt und du wirst auch froh sein, wenn dein Korkenzieher wieder aus der Vorratskiste auftaucht. Irgendwo geht immer mal etwas verloren, aber man muss es ja nicht drauf ankommen lassen. Kontrolliere die restliche Funktionalität deiner Ausstattung, es wäre ärgerlich, wenn du erst nachher feststellst, dass die Markise nicht mehr ausfährt.

      Auch wenn es etwas Zeit kostet, protokolliere die Rückgabe wieder sorgfältig gemeinsam mit dem Mieter und geht einmal gemeinsam um das Wohnmobil um zu schauen, ob ihr etwas übersehen habt.

      Denk daran die Kaution mit dabei zu haben und mit Gegenzeichnung des Protokolls durch den Mieter zurück zu geben. Die Kaution lag natürlich während der gesamten Miete sicher untergebracht und wird genau so wieder ausgehändigt wie sie empfangen wurde. Keiner von uns will einem Fremden 15 Scheine á 50€ abgeben und zehn 20€ Scheine und elf 50€ Scheine zurück bekommen.

      Fazit:

      Geschafft! Dein erster Mieter ist glücklich auf dem Weg nach Hause. Dein Wohnmobil ist wohlbehalten zurückgekehrt und mit wenig Arbeit (beim zweiten Mal ist alles schon viel einfacher) hast du gerade die Kosten für dein Hobby deutlich gesenkt. (siehe hierzu Bilanz 2017, Bilanz 2018, Bilanz 2019)

      Wenn du jetzt denkst: „Hey, das kann ich auch und ich fänd es super, wenn mein Wohnmobil ein bisschen Geld verdient“ -> klick hier und probier es aus

      Wenn alles gut läuft, ist das dein Zusatzlohn:

      Le Bulli hat uns sicher und entspannt ins Legoland und von dort weiter, bis zum Biggesee gebracht. Er fährt sich großartig! Somit sind wir keinen Meter Autobahn gefahrenen, sondern, mit der erstklassigen Bulli-Playlist, nostalgisch durch die Landschaft gezogen, haben uns entschleunigen und berieslen lassen.

      Es war ein toller Urlaub!

      Vielen Dank an Jens für seine unkomplizierte und immer freundliche Hilfsbereitschaft.

      Wir werden Le Bulli gern für weitere Abenteurer entführen.

      https://paulcamper.de/lenders/33394/

      Nach der umfangreichen Vorstellung und den ersten Beispielrechnungen, ob sich das Vermieten deines Wohnmobils lohnen könnte, möchte ich dir nun ein paar Hinweise geben, welche Punkte sich in der Praxis für eine erfolgreiche Vermietung als wichtig herausgestellt haben.

      Um mit dem Vermieten des Wohnmobils Geld zu verdienen hier also einige Tipps.

      Das Camperprofil:

      Optischer Eindruck:

      Wenn du etwas vermieten willst, solltest du so viele Informationen wie möglich bereitstellen. Das wichtigste sind erstmal vernünftige Fotos, denn diese sind das einzige, was in der Erstübersicht zu sehen ist. Statt die letzten Schnappschüsse aus dem Urlaub zu nehmen, nimm dir ein paar Stunden Zeit, fahre bei gutem Wetter an ein nettes Plätzchen und mach viele Fotos von deinem Wohnmobil.

      Der Hauptfokus sollte hierbei natürlich darauf liegen, dass man darstellt wie sich das Leben in deinem Wohnmobil anfühlt. Also Innenraum nicht vergessen. Auch Anbauteile wie eine Markise, ein Vorzeit, ein Fahrradträger oder deine Campingmöbel und dein Grill sind natürlich wichtige Entscheidungshilfen für einen möglichen Mieter. Zeig die Features, die das Leben mit einem Camper so toll machen.

      Beschreibung:

      Wenn das erste Interesse geweckt ist, findet sich der potenzieller Mieter auf deinem Profileintrag und möchte jetzt wissen woran er bei dir ist. Als Beschreibung taugt: „Das ist mein Camper Horsti und den kannst du haben, wenn du willst“ wohl recht wenig. Überleg dir also genau, was den Charme deines Fahrzeugs ausmacht. Wer sollte das besser beschreiben können als du, der du ja bisher viele schöne Stunden mit diesem Gefährt unterwegs warst. Hier kann man durchaus auch eigene Erfahrung einfließen lassen, vor allem aber ist dies die Gelegenheit, um Erwartungsmanagement zu betreiben.

      Bei meinem alten Bulli z.B. schreibe ich, dass dieser ideal für die Landstraße ist und keine Geschwindigkeiten über 100km/h verträgt. So habe ich wenig Anfragen von Mietern, die planen 1.000 km an einem Tag zu fahren. Sondern meine Zielgruppe eher auf entspannte Roadtripreisende definiert. Natürlich erreichen mich trotzdem ab und zu Anfragen potenzieller Mieter, die für 3 Tage 1.500km Strecke planen. Diese sage ich dann freundlich ab mit dem Hinweis das mein Camper für solche Pläne nicht das ideale Gefährt ist.

      Meine etwas spartanische Beschreibung kannst du dir hier mal als Beispiel ansehen (Link zu Le Bulli 2)

      Preis:

      Die richtige Preisfindung für die Wohnmobilvermietung ist mit etwas Rechercheaufwand verbunden. Hierbei hast du den Vorteil, dass du mit deinem Vermieterprofil auch die Mieterperspektive bekommst und einfach auf den Reiter Wohnmobil mieten klicken kannst, um dich in den Profilen umzuschauen und den lokalen Markt zu sondieren. Schließlich ist den Mietern daran gelegen etwas im nahen Umfeld zu finden und so werden sich die meisten deiner Interessenten in einem Umkreis von max. 100km um deinen Wohnort befinden.

      Um den richtigen Preis zu finden, solltest du als Zeitraum eine Woche im Mai wählen und einfach in deinem Ort suchen. Automatisch wird dir jedes verfügbare Wohnmobil im Umkreis mit seinem Tagespreis für diese Saison angezeigt. Dies solltest du auch noch mal für einen einwöchigen Zeitraum in den Sommerferien machen. Wichtig ist hierbei, dass man die Recherche weit in die Zukunft (also am besten die nächste Saison) legt, denn ansonsten sieht man nur die übrig gebliebenen und noch nicht gebuchten Fahrzeuge, deren Preise ggf unrealistisch hoch sind. Jetzt schaust du dir die Anzeigen an, die deinem Wohnmobil am ähnlichsten sind und versuchst herauszufinden, wo du dich zwischen diesen Fahrzeugen einsortierst und wie du dich hervorheben kannst.

      Um mit deinem Angebot erfolgreich zu sein, löse dich von der Vorstellung dein Wohnmobil sei ein unbezahlbares Unikat. Das trifft nun mal nur auf sehr wenig Fahrzeuge zu. Statt dessen schau nach, was potenzielle Mieter bereit sein könnten zu bezahlen und überlege dir, ob du für diesen Preis an den Markt gehen möchtest. Beachte: Von dem so festgelegten Preis werden noch Vermittlung und Versicherung abgezogen. (siehe hier: Beispielrechnung)

      Wenn du jetzt denkst: „Hey, das kann ich auch und ich fänd es super, wenn mein Wohnmobil ein bisschen Geld verdient“ -> Hier klicken und dein Profil erstellen.

      Anfragebearbeitung:

      Eine Anfrage durch einen potenziellen Mieter heißt zunächst einmal, dass du mit deinem Camper Profil alles richtig macht hast. Deine Fotos sind ansprechend, deine Beschreibung ist gut und dein Preis ist vernünftig gewählt. (Glückwunsch dazu!)

      Jetzt geht es darum, die Mietanfrage in eine Buchung zu verwandeln und einen zufriedenen Mieter zu gewinnen. Denn erst nachdem ihr das Angebot bestätigt habt und der Mieter dies ebenfalls noch einmal bestätigt, kommt eure Miete zustande.

      Pläne des Mieters kennenlernen und Erwartungsmanagement betreiben:

      Die erste Anfrage ist ein erfreuliches Ereignis und man bekommt direkt €-Zeichen in den Augen, wenn es sich um einen langen Zeitraum handelt. Allerdings solltest du nicht sofort zusagen, sondern zunächst genau schauen: Was hat der Mieter vor?.

      Schließlich werden einen auch Stilblüten wie diese erreichen:

      Richtung Sonne und einfach treiben lassen!

      Paul Camper Mietanfrage zu Le Bulli

      Keine Ortsangabe, keine geplante Strecke, keine geplanten Etappen. Der Zeitraum hierbei betrug 14 Tage und ging es um Einnahmen von 938€ (knapp 600€ netto). Richtung Sonne kann aber heißen es geht bis nach Portugal, darum habe ich mir hier die Zeit genommen die Pläne zu hinterfragen und zu versuchen eine Strecke von max. 2.500km festzulegen. Daran ist die Vermietung in diesem Fall dann gescheitert. Hätte ich die Anfrage einfach bestätigt, hätte ich den Bulli am Ende mit +5.000km auf dem Tacho wieder bekommen und mich im Zweifelsfall geärgert. Nutzt also die Gelegenheit vorab, um zu herauszufinden, was mit eurem Wohnmobil passieren soll während es weg ist.

      Hervorragende Mietanfragen sehen übrigens so aus:

      Hallo Jens,

      wir möchten gern von Bielefeld nach Braunfels / Altenkirchen reisen und wieder zurück. Wir möchten mit 2 Personen zu einem jährlichen Treffen mit Freunden aus Hessen fahren. Sonst haben wir immer gezeltet, aber dieses Jahr müssten wir den Hund meines Vaters mitnehmen, da dieser zur Zeit wegen Krankheit meines Vaters bei uns zur Pflege ist. Wir würden uns sehr freuen, wenn Du Dich bald bei uns melden könntest, da nicht mehr viel Zeit bleibt, um etwas passendes zu organisieren. Wir wären auch gern bereit uns jederzeit vorab mit dir zu treffen, damit du uns und auch den Hund kennenlernen kannst.

      Paul Camper Mietanfrage zu Le Bulli

      Das waren tolle Mieter. Wir haben uns zwei Tage später abends getroffen und ich konnte alle kennen lernen und die drei konnten schauen, ob der Bulli den Erwartungen entspricht. Erst danach haben wir die Zusagen fest gemacht. Ich habe das Wohnmobil im Top-Zustand wiederbekommen und als Bonus habe ich damit zwei Menschen und einen Hund sehr glücklich gemacht.

      Mit dem Mieter telefonieren ist eine Alternative zu einem persönlichen Gespräch vor Ort und kann ebenfalls deutlich mehr Klarheit schaffen, als du es mit zehn Emails schaffen könntest. Positiv hieran ist auch, dass es dich nur 5-10 Minuten kostet, statt 30 Minuten verteilt auf fünf Tage.

      Eigene Erfahrung mit auf den Weg geben:

      Bei diesem Punkt ist natürlich Vorsicht geboten. Ein potenzieller Mieter soll sich in seiner Urlaubsplanung ja nicht bevormundet fühlen. Jedoch kann der ein oder andere Hinweis durchaus sinnvoll sein.

      z.B. auf das Thema Umweltzonen auch im Ausland hinzuweisen (war bei meinem alten Bulli immer wichtig) oder das Thema Warnwesten in Österreich. Manchen meiner Mieter habe ich auch Campingplatzempfehlungen entlang der Route mitgegeben. Das ist insbesondere bei Campingneulingen, die sich noch nicht so klar über ihre Route sind, und noch nicht viel recherchiert haben ein gern gehörter Hinweis.

      Abfahrtszeit

      Sprich bei der Anfrage darüber, welche Abfahrtszeit sich dein Mieter vorstellt. Viele übersehen die Option früher Abholung oder später Rückgabe. Diese sind zwar auch mit 1/2 Tag berechnet, aber für manche kann es ein erheblicher Mehrwert sein, wenn sie es so schon ehr zu ihrem Reiseziel schaffen, oder evtl sogar eine Zwischenetappe sparen können.

      Fazit:

      Mit diesen Hinweisen weißt du dann genau worauf du dich einlässt und dein Mieter ebenfalls und du bekommst deine erste erfolgreiche Mietzusage zustande. Passen eure Erwartungen nicht zusammen oder hast du in der Phase der Anfragebearbeitung ein schlechtes Gefühl, lass es lieber sein.

      Nach der Zusage und vor der Abfahrt

      Eine Woche bis drei Tage vor der Abfahrt eine Erinnerung zu schreiben hat sich bewährt. Leider hab ich es nicht bei allen meinen Mietern gemacht, aber ich schreibe hier ja auch über die Lehren aus den letzten drei Jahren auf. Bei mir sieht die jetzt in den meisten Fällen ca. so aus.

      Hallo X,

      dein Urlaub naht und Le Bulli freut sich auf euren Trip. Vor der Abfahrt sollten wir uns 1-2 Stunden für die Übergabe nehmen, damit du alles findest. Folgende Dinge sind am wichtigsten, damit alles reibungslos klappt: Personalausweis, Führerschein, Kaution von 750€. Wie besprochen werde ich vorher schon das Vorzelt und den Fahrradträger bereitlegen. Dein Auto kann während der Zeit bei uns in der Straße stehen. Schreib mir bitte eine Nachricht, ob es bei 8:00 Uhr bleibt.

      Bsp Bestätigungsmail oder Whatsapp, je nach dem welcher Weg sich bewährt mit dem Mieter

      Übergabe

      Vorbereitung:

      Bevor dein Mieter da ist stelle folgende Punkte sicher:

      • Der Tank ist voll.
      • Der Ölstand des Motors ist in Ordnung.
      • Es ist ausreichend Gas fürs Kochen vorhanden.
      • Frischwasser ist aufgefüllt.
      • Abwasser ist abgelassen.
      • Es sind nur die Dinge an Board, die du auch übergeben möchtest.

      Grundeinstellung:

      Jetzt ist es so weit, dein Mieter steht auf dem Hof. Es geht für ihn in einen Urlaub, auf den er sich schon Wochen oder Monate freut. Also begegne ihm mit guter Laune. Keiner von uns möchte bei der Abfahrt in den Urlaub einen negativen Start in den Tag. Nimm dir Zeit und teile auch vorher mit, dass die Übergabe etwas dauern wird, um alles durch zu gehen. Schließlich will dein Mieter jetzt eigentlich in das Wohnmobil springen und ab in die Freizeit düsen.

      Vor der ersten Übergabe mach dir eine Liste mit den Dingen, die wichtig sind für ein entspanntes Leben an Board. Im Zweifelsfall übe die Übergabe lieber einmal mit einem Freund, der mit Camping nichts am Hut hat und schau nachher ob du an alles gedacht hast und deine Botschaften so angekommen sind, wie du es geplant hast.

      Was bei der Übergabe nicht erklärt ist kann zu Frust im Urlaub für deinen Mieter oder aber im schlimmsten Fall zu Schäden durch Falschanwendung führen. Also lass dir Zeit für das Thema.

      Protokollieren:

      Nutze einfach das Übergabeprotokoll das Paul Camper dir in deiner Mietbestätigung anbietet. Hier findest du für alle relevanten Punkte eine Möglichkeit der Dokumentation. Füll das Protokoll zusammen mit deinem Mieter aus und gib ihm eine Ausfertigung mit, oder weise ihn zumindest darauf hin sich das Protokoll abzufotografieren. Die erste Seite enthält wichtige Informationen für das Vorgehen im Schadensfall!

      Lass dir die Kaution von 750€ in Bar übergeben. Wenn ich eine Umfrage von Paul Camper neulich richtig verstanden habe, arbeitet man auf ein Konzept, um dieses Thema aus der Welt zu schaffen. Aber bis auf weiteres muss jeder Mieter 750€ Kaution hinterlegen. Dies ist gleichbedeutend mit der Selbstbeteiligung der Versicherungspolice und insofern extrem wichtig.

      Kläre mit dem Mieter, wo sein Fahrzeug (sofern er mit einem anreist) in der Zeit des Urlaub stehen kann, ohne dass es zu einer Verkehrsbehinderung führt oder bewegt werden muss.

      Stell deine Handynummer als Notfallkontakt bereit, schließlich willst du angerufen werden, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist. So wirst du schnell zu Rate gezogen, wenn irgendwas bei der Übergabe vergessen wurde und die Chance für die Falschanwendung deiner Ausstattung sinkt.

      Macht zum Abschluss eine gemeinsame Probefahrt! Klar jeder Mieter hat einen Führerschein, aber nicht jeder ist schon so große Wohnmobile gefahren. Nimm dir 5 Minuten um ein Mal als Beifahrer um den Block gefahren zu werden und schau, ob dir etwas auffällt, was du eventuell noch erklären musst oder wobei du Unsicherheiten bemerkst.

      Danach lass den guten Menschen losdüsen in seinen wohlverdienten Urlaub.

      Fazit:

      Vorbereitetes Auto, gute Laune, perfekte Übergabe, Protokoll, Kaution, Notfallkontakt und eine Probefahrt… Mit so viel Vorbereitung und Engagement muss es für deinen Mieter doch einfach gut laufen und dein Wohnmobil verdient Geld für dich, während du zu Hause wartest. Zum vereinbarten Zeitpunkt kehrt dein Mieter dann glücklich und beseelt aus seinem erholsamen Urlaub zurück und wird dir schweren Herzens deinen Camper aushändigen.

      Rücknahme:

      Für mich ist es bei der Rücknahme immer wichtig, dass ich den Zeithorizont der Rückkehr ca. 1-2 Stunden vor Ankunft mitgeteilt bekomme. Nur weil mein Wohnmobil ohne mich im Urlaub war, will ich nicht den halben Tag zu Hause warten, bis es zurück kommt. Also bespreche ich einen Tag vor Rückreisetag die grobe Planung und bekomme dann am Rückreisetag gern eine kurze Nachricht, wenn es nur noch 1-2 Stunden Fahrt sind. Sollte ich es nicht schaffen, kann ich den Mieter ja fragen, ob er noch eine Zwischenstation machen möchte.

      Erwartungen an die Reinigung:

      Bisher hatte ich hier keine großen Ansprüche. Da dem nächst unser Le Bulli 2 in die Vermietung geht, werden diese steigen und ich werde je nach länge der Tour entscheiden, ob ich die Reinigung einfach übernehme (ist bei 3-4 Tagen übers Wochenende kein Problem) oder ob ich den Mieter bitte den Wagen einmal von außen zu waschen und von innen ordentlich selbst zu reinigen, dass wird wohl das Mittel der Wahl bei 7 Tagen und mehr. Hier solltest du natürlich klar kommunizieren bevor der Wagen wieder auf dem Hof steht. Am besten eigentlich bei der Übergabe aber irgendwie gehört dieser Punkt für mich eher unter die Rücknahme.

      Inventar und Protokoll:

      Schau den ganzen Camper mit allen Fächern und Ablagen durch, ob etwas vergessen wurde oder ob etwas fehlt. Dein Mieter wird dir dankbar sein, wenn er nicht ohne seine Sonnenbrille abfährt und du wirst auch froh sein, wenn dein Korkenzieher wieder aus der Vorratskiste auftaucht. Irgendwo geht immer mal etwas verloren, aber man muss es ja nicht drauf ankommen lassen. Kontrolliere die restliche Funktionalität deiner Ausstattung, es wäre ärgerlich, wenn du erst nachher feststellst, dass die Markise nicht mehr ausfährt.

      Auch wenn es etwas Zeit kostet, protokolliere die Rückgabe wieder sorgfältig gemeinsam mit dem Mieter und geht einmal gemeinsam um das Wohnmobil um zu schauen, ob ihr etwas übersehen habt.

      Denk daran die Kaution mit dabei zu haben und mit Gegenzeichnung des Protokolls durch den Mieter zurück zu geben. Die Kaution lag natürlich während der gesamten Miete sicher untergebracht und wird genau so wieder ausgehändigt wie sie empfangen wurde. Keiner von uns will einem Fremden 15 Scheine á 50€ abgeben und zehn 20€ Scheine und elf 50€ Scheine zurück bekommen.

      Fazit:

      Geschafft! Dein erster Mieter ist glücklich auf dem Weg nach Hause. Dein Wohnmobil ist wohlbehalten zurückgekehrt und mit wenig Arbeit (beim zweiten Mal ist alles schon viel einfacher) hast du gerade die Kosten für dein Hobby deutlich gesenkt. (siehe hierzu Bilanz 2017, Bilanz 2018, Bilanz 2019)

      Wenn du jetzt denkst: „Hey, das kann ich auch und ich fänd es super, wenn mein Wohnmobil ein bisschen Geld verdient“ -> klick hier und probier es aus

      Wenn alles gut läuft, ist das dein Zusatzlohn:

      Le Bulli hat uns sicher und entspannt ins Legoland und von dort weiter, bis zum Biggesee gebracht. Er fährt sich großartig! Somit sind wir keinen Meter Autobahn gefahrenen, sondern, mit der erstklassigen Bulli-Playlist, nostalgisch durch die Landschaft gezogen, haben uns entschleunigen und berieslen lassen.

      Es war ein toller Urlaub!

      Vielen Dank an Jens für seine unkomplizierte und immer freundliche Hilfsbereitschaft.

      Wir werden Le Bulli gern für weitere Abenteurer entführen.

      https://paulcamper.de/lenders/33394/

      Bilanz 2019 / mehr Erfahrung zur Vermietung

      Das Jahr 2019 neigt sich gerade auch dem Ende zu. Der Bulli steht eingemottet in der Garage und wartet auf das nächste Frühjahr. Somit steht der Jahresbilanz nichts mehr im Wege. Wie schon 2018 war der Bulli gut beschäftigt. 10 Mieter waren unterwegs und haben im Camper eine Kilometerleistung von 8.847km erreicht. Die Einnahmen beliefen sich auf 2.549,85€. Wir selbst haben den Bulli für einen Trip in die Toscana genutzt und sind dabei fast 4.000 km unterwegs gewesen. Dieses Jahr habe ich noch mehr auf den Preis pro km geachtet und es sind mehr Kurzmieten geworden. Das lag jedoch eher daran, dass ich relativ wenige Anfragen für mehr als 10 Tage bekommen habe.

      Die Einnahmenseite ist ein bisschen stärker geworden, allerdings wird das meiste von erhöhten Versicherungsgebühren aufgefressen. Resultat 2.549,84€ Einnahmen:

      Einnahmen 2019

      GesamteinnahmenVermittlung Paul CamperVersicherungNetto EinnahmenKM Leistung Miete
      670,00 €-100,50 €-138,20 €431,30 €1.669
      310,50 €-46,58 €-50,31 €213,61 €1
      469,00 €-70,35 €-96,74 €301,91 €1.209
      368,50 €-55,28 €-76,01 €237,21 €585
      345,00 €-51,75 €-55,90 €237,35 €286
      268,00 €-40,20 €-55,28 €172,52 €782
      583,50 €-87,53 €-130,71 €365,26 €1.359
      167,50 €-25,13 €-34,55 €107,82 €419
      134,00 €-20,10 €-27,64 e86,26 €201
      599,50 €-85,43 €-117,47 €396,60 €2.336
      3.915,50 €-582,85 €-782,81 €2.549,84 €8847

      Den Einnahmen von 2.549,84€ stehen natürlich auch wieder Ausgaben entgegen. Diese sind aber bei weitem nicht so schlimm wie in 2018:

      Ausgaben 2019

      Ausgaben 2019Grund
      -39,99 €Ölwechsel
      -573,60 €Lüftungsreparatur
      -477,90 €Kupplungsreparatur
      -25,90 €Dachhimmel austauschen
      -84,30 €Campingküche erneuern
      -250,00 €TÜV Motoreintragung
      -263,00 €Steuer
      -137,75 €Versicherung
      -1.852,44 €

      Mit dem Wohnmobil Geld verdienen…

      Fazit: 2.549€ – 1.852€ = 697€ „Gewinn“

      Der Bulli wird durch die Reparaturen immer gesünder. Die Mieter freuen sich jedes Jahr und sind begeistert, dass sie so die Möglichkeit bekommen endlich mal einen Klassiker zu fahren.

      Aufgrund der familiären Situation wird es aber Zeit in die Zukunft zu schauen und Le Bulli 2 startklar zu machen. Link zum Artikel Geschäftsplan zu Le Bulli 2. Da kannst du dann auch etwas mehr darüber erfahren, was man beim Vermieten alles bedenken muss.

      Falls du es mit deinem Wohnmobil ausprobieren möchtest: Über diesen Link bekommst du von Paul Camper zur ersten Vermietung 100€ Bonus.

      Das Jahr 2019 neigt sich gerade auch dem Ende zu. Der Bulli steht eingemottet in der Garage und wartet auf das nächste Frühjahr. Somit steht der Jahresbilanz nichts mehr im Wege. Wie schon 2018 war der Bulli gut beschäftigt. 10 Mieter waren unterwegs und haben im Camper eine Kilometerleistung von 8.847km erreicht. Die Einnahmen beliefen sich auf 2.549,85€. Wir selbst haben den Bulli für einen Trip in die Toscana genutzt und sind dabei fast 4.000 km unterwegs gewesen. Dieses Jahr habe ich noch mehr auf den Preis pro km geachtet und es sind mehr Kurzmieten geworden. Das lag jedoch eher daran, dass ich relativ wenige Anfragen für mehr als 10 Tage bekommen habe.

      Die Einnahmenseite ist ein bisschen stärker geworden, allerdings wird das meiste von erhöhten Versicherungsgebühren aufgefressen. Resultat 2.549,84€ Einnahmen:

      Einnahmen 2019

      GesamteinnahmenVermittlung Paul CamperVersicherungNetto EinnahmenKM Leistung Miete
      670,00 €-100,50 €-138,20 €431,30 €1.669
      310,50 €-46,58 €-50,31 €213,61 €1
      469,00 €-70,35 €-96,74 €301,91 €1.209
      368,50 €-55,28 €-76,01 €237,21 €585
      345,00 €-51,75 €-55,90 €237,35 €286
      268,00 €-40,20 €-55,28 €172,52 €782
      583,50 €-87,53 €-130,71 €365,26 €1.359
      167,50 €-25,13 €-34,55 €107,82 €419
      134,00 €-20,10 €-27,64 e86,26 €201
      599,50 €-85,43 €-117,47 €396,60 €2.336
      3.915,50 €-582,85 €-782,81 €2.549,84 €8847

      Den Einnahmen von 2.549,84€ stehen natürlich auch wieder Ausgaben entgegen. Diese sind aber bei weitem nicht so schlimm wie in 2018:

      Ausgaben 2019

      Ausgaben 2019Grund
      -39,99 €Ölwechsel
      -573,60 €Lüftungsreparatur
      -477,90 €Kupplungsreparatur
      -25,90 €Dachhimmel austauschen
      -84,30 €Campingküche erneuern
      -250,00 €TÜV Motoreintragung
      -263,00 €Steuer
      -137,75 €Versicherung
      -1.852,44 €

      Mit dem Wohnmobil Geld verdienen…

      Fazit: 2.549€ – 1.852€ = 697€ „Gewinn“

      Der Bulli wird durch die Reparaturen immer gesünder. Die Mieter freuen sich jedes Jahr und sind begeistert, dass sie so die Möglichkeit bekommen endlich mal einen Klassiker zu fahren.

      Aufgrund der familiären Situation wird es aber Zeit in die Zukunft zu schauen und Le Bulli 2 startklar zu machen. Link zum Artikel Geschäftsplan zu Le Bulli 2. Da kannst du dann auch etwas mehr darüber erfahren, was man beim Vermieten alles bedenken muss.

      Falls du es mit deinem Wohnmobil ausprobieren möchtest: Über diesen Link bekommst du von Paul Camper zur ersten Vermietung 100€ Bonus.